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TPW: Bildung der Zukunft – Wir verändert sich das Lernen?

Das Thema des Treffpunktes Wirtschaft vom Dienstag, 5. Dezember 2017 drehte sich um die allgegenwärtige Digitalisierung und deren Einfluss auf die Bildung in der Schweiz. „Die Digitalisierung ist neben der Migration, der Globalisierung usw. eine von verschiedenen aktuellen Bewegungen in unserer Gesellschaft“, so Theo Ninck, Leiter des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des Kantons Bern. Sie stellt das Bildungssystem vor neue Herausforderungen, ermöglicht aber auch neue Arten von Wissenstransfer. Der Arbeitsmarkt verändert sich und Stellen im Kaderbereich, der Gesundheit sowie auch der Kommunikations- und Dienstleistungsbranche nehmen zu. Auch werden neue, uns unbekannte Jobs geschaffen und digitale Kompetenzen in allen Berufsgattungen wichtiger. Der Lehrplan 21, der ab dem 1. August 2018 gestaffelt eingeführt wird, nimmt sich dieser Thematik an. Beispielsweise wird IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) in Gymnasien in Zukunft zu einem Pflichtfach werden. Arbeitgeber, Lehrpersonen aber auch der Staat stehen vor der wichtigen Aufgabe, den Lernenden und Studierenden diese neuen Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung mitzugeben. Eine innovative Möglichkeit für den zukünftigen Wissenstransfer in der Schule bietet das Unternehmen Go Pollock. „Die Software Go Pollock soll die Lehrperson nicht ersetzen. Im Gegenteil, die Lehrperson spielt nach wie vor eine zentrale Rolle und soll mit Enthusiasmus die Verknüpfung und Anwendung des Wissens vermitteln“ so Jan Rihak, Gründer und Geschäftsführer Europa von Go Pollock. Die digitalen Mittel stehen dem Lehrer als Begleiter und zur Unterstützung zur Verfügung.
Hans-Ruedi Minder, Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer der Fischer Electric AG, beschäftigt in seinem Unternehmen in Orpund rund 25 Lernende. „Auch wir arbeiten heute mit Tablets und werden immer «digitaler» berichtet er. „Ich bin überzeugt, dass die Handwerksberufe nicht aussterben werden. Sie befinden sich aber ganz klar in einem Wandel. Zukünftig wird es vielleicht keinen Beruf XY mehr geben, dafür aber einen Beruf YZ“ so Minder weiter.
Alle sind sich einig, dass es Kompetenzen gibt, die immer zentral sein werden. So zum Beispiel mathematisches und sprachliches Fachwissen oder auch soziale Fähigkeiten. Daneben werden aber neuerdings auch digitale Fertigkeiten verlangt. „Wesentlich ist aber, dass man das Einsetzen von digitalen Hilfsmitteln immer kritisch reflektiert und sich fragt, ob diese hier Sinn machen oder eben nicht“ so Theo Ninck. Es sei wichtig, dass junge Menschen lernen, wie man lernt und nie aufhören, zu lernen.

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