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HIV-Preisverleihung: Astrophysikerin Prof. Dr. Kathrin Altwegg mit dem HIV-Preis 2015 geehrt

Der diesjährige HIV-Preis geht –erst zum vierten Mal in der 31-jährigen Geschichte – an eine Frau. Die Auszeichnung wurde der Leiterin des Center for Space and Habitability der Universität Bern, Professor Doktor Kathrin ...

Der diesjährige HIV-Preis geht –erst zum vierten Mal in der 31-jährigen Geschichte – an eine Frau. Die Auszeichnung wurde der Leiterin des Center for Space and Habitability der Universität Bern, Professor Doktor Kathrin Altwegg, am 19. Oktober 2015 vor rund 400 Mitgliedern im Bellevue übergeben. Bernhard Emch, Präsident der Sektion Bern des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) lobte die Preisträgerin speziell für ihren Einsatz zu Gunsten der Jugend, welche sie stets für die spannende Welt der Naturwissenschaften zu begeistern vermag. Ausserdem erfülle es die Wirtschaft auch mit „Stolz, wenn Bern einen wichtigen Beitrag zu einem Grossprojekt, wie im aktuellen Fall der Weltraummission Rosetta, leisten kann“.

Die 63-jährige Kathrin Altwegg ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und wohnt in Kehrsatz. Sie ist die einzige Professorin für Weltraumforschung in der Schweiz. Im Jahr 1996 wurde sie mit der Leitung des Projekts Rosina beauftragt. Die beiden Massenspektrometer mit Druckmesser bilden ein Kernelement der Rosetta-Mission, welche seit August 2014 den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko begleitet. Die erfolgreiche Reise der Raumsonde ist ein grosser Schritt in die Zukunft der Weltraumforschung und kann gemäss Experten mit wichtigen Expeditionen wie Apollo 11 und der ersten bemannten Mondlandung von 1969 oder Cassini-Huygens und der Landung auf dem Saturnmond Titan im Jahr 2005 verglichen werden.

Die Messergebnisse, welche Rosetta den Forschern in Bern und weltweit bisher senden konnte, sind einzigartig und spektakulär. Aber die Mission hat auch der Wirtschaft viel gebracht. So wurden neue Qualitätsstandards gesetzt und Produkte realisiert, deren Messgenauigkeit bisher undenkbar war. Kathrin Altwegg erklärte, sie verlange von den Projektpartnern aus der Wirtschaft manchmal Sachen, welche „eigentlich unmöglich sind, am Ende kann man die Teile aber dann doch wie gewünscht produzieren“. So sei die einzige Komponente in der Rosetta-Raumsonde, welche heute nicht mehr auf dem neuesten Stand sei, der verwendete Computer – schliesslich ist der Start der Sonde schon über 10 Jahre her. Die Messinstrumente an Bord gehören jedoch auch heute noch die genauesten, welche jemals realisiert worden sind.

Für die Preisträgerin selber kam die Ehrung mit dem HIV-Preis überraschend, wie Kathrin Altwegg sagte. Zwar seien Forscher immer auf der Suche nach Anerkennung, dies aber meistens „bei den anderen Wissenschaftlern und weniger beim Volk“. Die anwesenden HIV-Mitgliedern hatte die Astrophysikerin, auch dank ihrer humorvollen Art, sofort auf Ihrer Seite und die Preisträgerin wurde dementsprechend mit grossem Applaus bedacht.

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